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Zankapfel „Blockparken“ - Emotionen kochen hoch

Ratsfraktion

Es war ein gut gemeinter Rat: „Es wird ein aufgeräumter, übersichtlicher Straßenraum geschaffen, in dem die Fußgänger mehr Platz haben. Die Gehwege werden nicht länger beeinträchtigt und das Flanieren beim Einkaufen wird zum neuen Erlebnis" Das war die Expertensicht der Städteplaner für eine völlig andere Art des Parkens, nämlich des sogenannten „Blockparkens". Mit Vehemenz wurde die Meinung immer wieder von ihnen bei den Diskussionen im Bauausschuss vorgetragen. Die Vertreter von SPD, CDU und UWG waren letztlich überzeugt und vertrauten auf die Empfehlungen der Sachverständigen.

Nachdem die Umgestaltung der Kaiserstraße abgeschlossen war und die neuen Parkplätze zur Verfügung standen, konnten wir rasch feststellen, dass viele Autofahrer unzufrieden waren. Es war nicht nur ungewohnt, in zweiter Reihe einen Parkplatz zu suchen; das notwendige Lenkradkurbeln wegen der engen Flächen geriet für Viele zum akrobatischen Akt. Auf einmal war das Parken auf den Blockplätzen das beherrschende Thema bei vielen SPD-Bürgersprechstunden. Auch bei unseren letzten Informationsständen auf dem Marktplatz wurden die SPD-Vertreter immer wieder auf das Thema angesprochen.

„Wir wollten zunächst die Entwicklung abwarten" erklärt Michael Dummer, SPD-Kandidat für die Innenstadt und Mitglied im Bauausschuss, in dem die Entscheidungen getroffen worden waren.

„Da es sich um eine neue Form der Parkplatznutzung handelte, die auch in anderen Städten wie zum Beispiel in Gevelsberg eine Eingewöhnungszeit benötigt hatte, waren sich die Politiker über die Parteigrenzen hinweg einig, diese Probezeit dem neuen System einzuräumen" erklärt Dummer.

„Jetzt auf einmal rennt der Fraktionsvorsitzende der anderen großen Partei aufgeregt durch die Gegend und ruft zu Diskussionen, Anregungen und zum Runden Tisch auf. Na ja, es ist Kommunalwahlzeit und einige brauchen eben Aufmerksamkeit" schmunzelt Dummer.

Umfrage für Stimmungsbild

Auch Arnold Müller, Vorsitzender des Bauausschusses, reagiert gelassen auf den plötzlichen Aktionismus derjenigen, die die Entscheidungen im Bauausschuss mitgetragen haben. „Die Probleme mit dem Blockparken sind seit dem ersten Tag allen Politikern bekannt. Wenn sich nun nach mehreren Monaten weiterhin zeigt, dass unsere Bürger dieses Parken nach wie vor ablehnen, dann handeln wir!

Und auch ich sage inzwischen: Ja, die Kritiker haben recht! Der Parkraum ist zu eng für das notwendige Rangieren. Hinzu kommt die unzureichende Kenntlichmachung des Parkraumes. Die Gehwege sind nicht sicherer geworden. Und komfortabler ist es auch nicht. Wir haben offensichtlich einen Fehler gemacht" bekennt Müller freimütig.

„Da muss man auch nicht lang drum rumreden" meint Müller weiter. „Wir sind für die Bürgerinnen und Bürger da. Wenn die uns bitten, zum bisherigen Parken zurück zu kehren, dann ist es doch selbstverständlich, dies auch zu tun!

Die SPD wird deshalb bei ihrem nächsten Info-Stand am Samstag, 17.05.14 ab 10.00 Uhr auf dem Marktplatz  eine nicht repräsentative, aber für unser Stimmungsbild entscheidende Umfrage vorbereiten. Sollte die Mehrheit der Befragten sich für die ehemalige Parklösung aussprechen, sichern wir zu, dies ohne weiteres Hin und Her von der Verwaltung einzufordern" sichert Müller zu.

„Da muss dann eine pragmatische Lösung gefunden und auf einen Schönheitswettbewerb verzichtet werden!" appelliert Müller. „Unsere Innenstadt ist nur dann attraktiv, wenn die Besucher ohne Ärger oder Schaum vor dem Mund hier auch parken können" resümiert Müller.