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Oberberg-Süd beim Jugend-Landtag gleich vier Mal vertreten

Landespolitik

v.l. Anika Kürschgen, Marcus Braun, Pia Döpper, Dr. Roland Adelmann MdL, Florian Feldhoff

Gleich vier Jugendliche aus dem oberbergischen Kreissüden erhielten durch ihren SPD-Abgeordneten Dr. Roland Adelmann die Möglichkeit, beim Jugend-Landtag 2014 einen Blick hinter die Kulissen der Landespolitik zu werfen. Innerhalb von drei Tagen spielten die Jugendlichen dabei den politischen Alltag nach und führten mehrere Gesetzesentwürfe vom Vorschlag bis zur Abstimmung.

Dr. Adelmann schickte dieses Jahr Pia Döpper (17), Florian Feldhof f (18), Anika Kürschgen (19) und Marcus Braun (17) für den oberbergischen Kreis ins Rennen. „Wir haben die vier Kandidaten nach ihrer Bewerbung für ein Kennenlernen eingeladen und waren von allen begeistert. Da einige meiner Fraktionskollegen keine eigenen Bewerber hatten, haben diese mir ihre Plätze zur Verfügung gestellt“, erklärte Adelmann.

Für die vier Kandidaten hat sich der Einsatz ihres Landtagsabgeordneten in jedem Fall gelohnt. „Ich fand den Jugend-Landtag sehr gut. Ich habe viele neue Leute aus allen Teilen Nordrhein-Westfalens kennengelernt und viel über den Landtag erfahren“, erklärte der 18-jährige Florian Feldhoff nach der Veranstaltung. „Es war wirklich spannend zu sehen, wie das hier alles funktioniert. Auch wenn der Job im richtigen Landtag sicher noch viel anstrengender ist.“

Die Organisatoren des Planspiels haben auch in diesem Jahr wieder viel Wert darauf gelegt, eine realistische Nachstellung des Alltags im Düsseldorfer Landtag herzustellen. Dazu wurden die Teilnehmer getreu ihrer entsendenden Abgeordneten in die fünf Fraktionen von SPD, Grüne, CDU, FDP und Piraten eingeteilt, in denen sie dann die vorliegenden Gesetzesentwürfe diskutieren sollten. „Das waren sehr angeregte Debatten. Wir haben sehr viel diskutiert und unsere Fraktionssitzungen eigentlich immer überzogen“, erklärte Anika Kürschgen, die vor allem mit der Größe der Fraktion und dem Vorstand zu kämpfen hatte: „Am Ende waren wir mit dem Vorstand ziemlich unzufrieden.“

Doch auch das gehört wohl zur Politik. Genauso wie die Ausschuss-Sitzungen und die abschließende Plenarsitzung am Samstag, auf die auch beim Jugend-Landtag alles hinauslief. Hier zeigte sich dann das Ergebnis der mehrtägigen inhaltlichen Arbeit. Neben zahlreichen Geschäftsordnungsanträgen nahm das Jugend-Plenum unter anderem einen Antrag zur Kindergartenpflicht an. Und auch der Antrag zur Kennzeichnungspflicht von Polizeibeamten für ein gewaltloses Miteinander fand im Jugend-Landtag eine Mehrheit.

Darüber hinaus diskutierten die jungenAbgeordneten in Aktuellen Viertelstunden brisante Themen wie die Finanzlage in NRW sowie die derzeit in Innenstädten agierende Sharia-Polizei. Insgesamt zogen die vier Jugend-Abgeordneten aus dem oberbergischen Kreis ein positives Fazit über die drei vollgepackten Tage.

„Es war wirklich spannend zu sehen, wie die Abläufe hier funktionieren. Und vor der Plenumsdebatte war man völlig in seiner Rolle als Abgeordneter drin“, berichtet Florian Feldhoff und bekommt bei seinen Eindrücken hinsichtlich der Ernsthaftigkeit im Planspiel Unterstützung von Kollegin Pia Döpper: „Zum Teil gab es mit der Zeit regelrechte Grabenkämpfe zwischen den Fraktionen. Da wurde das Spiel um die Anträge schon sehr ernst genommen.“

Einig waren sich alle Kandidaten von Dr. Roland Adelmann darin, dass der Einblick in Düsseldorf das Verständnis der Landespolitik verbessert hat. „Durch meine Arbeit in der Verwaltung der Stadt Wiehl habe ich vor allem mit Kommunalpolitik zu tun. Aber ich glaube es ist wichtig und hilfreich, die Abläufe hier im Landtag einmal genauer kennengelernt zu haben“, sagte Anika Kürschgen. Einen eigenen Einstieg in die Politik schlossen die Jugendlichen ebenfalls nicht aus.

„Ich könnte mir schon vorstellen, mich selbst einmal als Abgeordneter zu versuchen“, sagte Florian Feldhoff. Anika Kürschgen reizt derweil zunächst ein Engagement im Ortsverein. „Ich glaube, ich werde mir in Zukunft einmal die Parteien und ihre Interessen im Ort genauer anschauen und mich dort auch einbringen.“

 

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