NRWSPD

 

„Runder Tisch gegen Rechts”

Gesellschaft

Unsere stellv. Landrätin Ursula Mahler hat bei der Veranstaltung „Runder Tisch gegen Rechts" erneut Stellung bezogen. Nachfolgend ihr Grußwort, es gilt das gesprochene Wort.

Wir haben uns heute hier versammelt um Flagge zu zeigen und Stellung zu beziehen. Wir alle sind gefragt, nicht nur Vereine, Organisationen und Institutionen sondern jeder einzelne Bürger ist aufgerufen jegliche Form von Rechtsextremismus zu bekämpfen und im Keim zu ersticken.

Uns geht es um die Demokratie, in der Bundesrepublik Deutschland - konkret hier in unserem Kreis. Es geht um die Grundrechte eines jeden Bürgers, die es gilt zu verteidigen. Wir alle wissen, das Demokratie eine Lebens- und Staatsform ist, die von Gleichheit und Freiheit aller Bürger ausgeht. Toleranz und Vielfalt steht für Gelten lassen fremder Anschauungen, Sitten und Gewohnheiten. Wir haben und wollen einen vielfältigen Kreis.

Unser Kreis ist bunt und abwechslungsreich. Sanfte Hügel und weite Täler, Talsperren und Flüsse, Dörfer Gemeinden und Städte. Vielfältig sind auch die Menschen. Rhein. Katholiken mehrheitlich im Westen und Südosten unseres Kreises, Berg. Protestanten vorwiegend im Nordkreis, entlang der Agger und im Südkreis, Spuren jüdischer Kultur vor allem im Homburger Land, Zuwanderer freikirchlichen, katholischen, orthodoxen und muslimischen Glaubens aus dem Mittelmeerraum, aus Osteuropa und aus der ehemaligen Sowjetunion. Diese Vielfalt bereichert.

Wir können uns nicht zurücklehnen und die Meinung vertreten, dass betrifft mich nicht oder dieses rechte Gedankengut ist nur eine Randerscheinung. Längst hat der Rechtsextremismus die Mitte unserer Zivilgesellschaft erreicht. Den Versuch unsere Gemeinschaft zu spalten dürfen wir nicht zulassen.

Unsere Antwort muss heißen: Dagegen halten wir zusammen.

Für Rechtsextremisten ist kein Platz im Oberbergischen Kreis.

Eine frühzeitige Aufklärung von Jugendlichen und ein Gespür für das Aufkeimen rechtsgerichteter Gedanken sollte unser aller Bestreben sein.

Nur im Schulterschluss mit allen Bürgern, insbesondere die des Oberbergischen Kreises, kann es den Verbänden, Bündnissen und Organisationen und letztlich auch der Politik gelingen, einem jeden Bürger eine Heimat zu bieten, in der er seine Grundrechte leben kann, egal welche Herkunft er hat.

Ich fordere Sie daher alle auf gemeinsam diesen Schulterschluss zu praktizieren, Flagge zu zeigen und sich klar zur Demokratie und deren Grundrechte zu bekennen. Für diesen Schulterschluss ist es enorm wichtig: Gehen Sie am 25.05.2014 zur Wahl, wählen Sie demokratisch, denn eine hohe Wahlbeteiligung ist und bleibt ein einfaches Mittel, dass Rechtsextremisten nicht in die Räte, Kreistage und in das Europaparlament einziehen können.